Fähren und Schiffahrt der Oberelbe in Sachsen und Böhmen


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Ein Blick in die Vergangenheit

Schiffahrt der Oberelbe

Ein Rückblick in die Geschichte der Schiffahrt der oberen Elbe


Wann kann man eigentlich vom Beginn der Schiffahrt sprechen? Bei einigen zusammengebundenen Stämmen sicherlich nicht. Dabei handelt es sich um Flöße. Dieses Thema möchte ich mit streifen, aber nicht behandeln.
Die älteste Kunde einer Elbschiffahrt, ist wohl die vom Jahre 805, der Zug von Karls des Großen vierter Heeresabteilung mit einer großen Flotte die Elbe von der Mündung aufwärts bis Magdeburg.
Die zweitälteste Nachricht bezieht sich auf das Jahr 981 .
Am 21. Mai desselben starb der erste Erzbischof von Magdeburg Adalbert auf der Reise,in der Nähe von Halle a.d.Saale
Also muß doch der Schiffahrtsweg von Halle bis Magdeburg nicht nur gut ,sondern sogar besser als der Landweg gewesen sein, sonst hätte man eine so "hohe Leiche", ihm nicht anvertraut.

Am 7.Februar 983 erhielt der Bischof zu Meißen das Zollrecht auf der Elbe von Meißen bis Belgern.
Der Zoll ist vermutlich kein Marktzoll, sondern entweder ein
Fährzoll oder ein Elbgeleit zum Burgward gehörig.
Von einer geordneten Schiffahrt konnte dabei nicht gesprochen werden. Die Zolleinnahmen beliefen sich gewiß nur auf die Einnahmen aus dem Verkehr quer zum Strom, also aus dem Fährverkehr.



Die Seite mit dem Siegel der Urkunde, mit welcher Kaiser Otto II. dem Bischof zu Meißen das Zollrecht verlieh.






Flüsse zu überwinden war bereits in früher Zeit der Wunsch vieler Anwohner großer und kleiner Flüsse.
Die ältesten und zuverlässigen Aufzeichnungen über die vom Norden herziehenden Germanen stammen aus dem 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.
Das diese Völkerstämme beim Einzug in unser heutiges Gebiet die Flüsse an bereits bekannten Fuhrten überquerten, ja mit Sicherheit auch Fähren nutzten, davon können wir ausgehen.
Ea wurden sogenannte Einbäume, aber auch zusammengebundene Stämme verwendet. Dabei stellete man fest, dass mit mehreren Stämmen eine gehörige Last befördert werden konnte.
Andererseits war ein Einbaum leichter zu steuern.
Auch später nach der großen Völkerwanderung, als sich die aus dem Osten kommenden Slawen bei uns niederließen, war der Fluß für den Handel von großer Bedeutung.
Das die Slaven Fischfang betrieben,davon zeugen noch heute erhaltenen Namen wie:
Die Ortsnamen Zehren = ceren bedeutet Senknetz

Die Slavischen Fischer bauten sich flachgehende kleine Boote mit niedrigem Bord "Blawak" genannt.
Derartige Boote wurden noch um 1920 in unserer Gegend zum Fischfang benutzt.
Das den Slaven die Flößerei nicht unbekannt war, davon schreibt A.v.Minkwitz in der
"Geschichte von Pillnitz" 1893 . Er berichtet von einem Floßplatz "Plauen" genannt zwischen Söbrigen und Pillnitz.
Viele Namen, heute noch gebräuchlich, sind slavischen oder wendischen Ursprungs.
So können wir heute davon ausgehen, daß bereits diese beiden Völkergruppen eine kleine Art der Schiffahrt betrieben. Denn viel mehr war bei dem noch unreguliertem Fluß, nicht oder nur unter großen Antrengungen möglich.
Dabei wurden die Boote stromaufwärts gezogen.
Die Schiffszieher, Pomätscher genannt, hatten noch bis zum Beginn der Dampfschiffahrt ihr Auskommen an unserem Fluß.

Pomätscher stammt von "pomoc" = Hilfe ab.
Auch der Ortsname Kreinitz stammt von "kraj" = Rand oder Landestelle ab, er zeigt uns, daß die Elbslaven den Fluß bis in diese Richtung zum Handel nutzten.











So wie auf dem nebenstehendem Gemälde, muß man sich den damaligen Verkehr an und auf der Elbe um 1285 vorstellen.
Der Fluß noch nicht reguliert also mit vielen Sandbänken,Hegern oder wie sonst noch genannt wurden.
Die Fahrzeuge recht klein so daß sie von Menschen gezogen werden konnten.

Auch Meißen hatte 1285 bereits eine Brücke über die Elbe wie hier auf einem Gemälde zu sehen ist.. Der Fluß selbst aber auch hier noch nicht reguliert.

Quelle: Kopie Meißner Ansichten v.C.W.Arldt

So wie diese "Gelle" aus dem Jahr 1790 könnten die Elbfahrzeuge ausgesehen haben.

Mitte des 11.Jahrhundert begann ein reger Karawanenhandel. Meißen soll um 1000 einer der Orte gewesen, an welchem der Handel auf der Straße mit dem Handel auf dem Wasser zusammen trafen.
Um diese Zeit dürfte die Stadt auch das Niederlags - oder Stapelrecht erhalten haben. Reger Schiffsverkeh,r wie wir ihn uns vostellen, ist seinerzeit nicht gewesen. Das verhinderten schon die Polen und Böhmenkriege.
Auch als 1089 Heinrich von Eilenburg das Lehen über die Mark Meißen erhielt, gab es dieser Gegend keinen Frieden.
Innere Kämpfe sorgten dafür, daß sich Wirtschaft und Handel nur mäßig entwickelten.
Ende des 12. Jahrhunderts, als sich in der Freiberger Gegend der Bergbau entwickelte, wirkte sich diese auch günstig auf den Handel aus.
Das in den Bergen geschlagene Holz,die in den Hütten und Hämmern entstandene Erzeugnisse zogen logischer Weise den Handel mit sich.
Nicht zuletzt durch die Lage am Ausgang des Elbsandsteingebirges und an einer alten Handelstraße gelegen , erhob Heinrich der Erlauchte um 1240 Pirna zur Stadt, die sich dadurch zu einem regen Umschlagsplatz entwickelte.
Das erhalten Stapelrecht ergänzte die Vorteile die diese Stadt über lange Zeit, von den oft wechselnden Landesherren geschützt.
In der Folge dieser Wirtschaftlichen Entwicklung, entstanden Bauten wie die Kreuzkirche 1265, Schloß Dresden 1268, Augustusbrücke 1287 und auch die Meißner Brücke 1291 aber auch die Klöster in Meißen und Seußlitz.
Wobei wir uns nicht sicher sind, daß die 1287 erbaute Augustusbrücke, nicht bereits schon die zweite Brücke an dieser Stelle ist.

Die entstehende Bautätigkeit brachte es mit sich, daß sich nun auch zwangsläufig die Schiffahrt entwicklte. Talwärts wurden im 13.Jahrhundert Steine, Holz, Holzkohle und Erzeugnisse aus den Hütten transportiert.
Bergwärts kamen Fisch, Getreide, Salz und viele andere Kaufmannsgüter.
Über die größe der Fahrzeuge sind wenig Angaben in der Archiven zu finden. Vom 14.Oktober 1465 finden wir in einer Kämmereirechnung zum Bau eines Schiffes für die Stadt Dresden, folgende Angaben:

Länge 16,00 Meter, Breite 2,5 Meter mit einer Tragfähigkeit von ca 1000 Zentner.

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