Fähren und Schiffahrt der Oberelbe in Sachsen und Böhmen


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Fähre Boritz – Leckwitz Km 98,2

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Fähre Boritz – Leckwitz Km 98,2


Laut Eintrag im Hauptsteueramt war die Fähre 1764 Eigentum einer ansässigen Familie.
1818 war die Gemeinde der Eigentümer, die diese Fähre zwei Auszüglern ohne Abgabe an die Gemeinde, überlassen hat.
Die Gemeinde begründete ihr Recht auf Immemorialverjährung. 1863 wieder in Privatbesitz, wurde die Fähre eingestellt.
Mit dem Bau des Bahnhofes Weißig 1883 wurde sie wieder in Betrieb genommen.
1926 wurden jährlich 10 M als Verleihungsgebühr an den Staat gezahlt.
Diese Fähre war eine reine Personenfähre. Sie wurde seit 1650 von der Familie Rendler bis 1940 gepachtet .
Die Familien Rendler waren auch Schiffshändler und versorgten die hier damals zahlreich lagernden Schiffer mit allem was nötig war.

Quelle: H.St.A. Loc. 39899. Rep. XV. Hain. Nr. 34b.
H.St.A. Loc. 31628. Bl. 46b f
FM. D. 517. V. Bl.5

Von 1863 bis 1883 ruhte der Verkehr an dieser Stelle. Die beiden Inhaber der Fährrechte Gelbhaar und Burkhard in Boritz, erhofften sich mit der Inbetriebnahme des Bahnhofes in Weißig einen wirtschaftlichen Aufschwung für ihren fährbetrieb.
Die boritzer Fähre befand sich in Privatbesitz. Durch Kaufvertrag vom 16.Juni 1869 verkaufte Johann August Ernst Burkhardt in Boritz die ihn zustehenden Rechte zum Schiffsmühlenbetrieb an den Staat und nach Punkt 3 dieses Kaufvertrages verblieb Burkhardt das Recht des Überfahrens mit Schaluppe unbeschadet.
Der Fährechtinhaber(1900) Friedrich Ernst Max Burkhardt ist der Sohn des früheren Besitzers. Im Jahre 1905 hatte der Grundstücksbesitzer Ernst Beger in Leckwitz behauptet er habe einen Anteil an der Fährgerechtigkeit. Nach durchsicht der Aktenvorgänge erkennt das Finanzministerium in der an die Kreishauptmannschaft Dresden ergangene Verfügung im März 1905 den Anteil Begers nicht an und überließ es Bayer.
Der letzte Fährmeister an dieser Stelle war ein gewisser Wachsmuth aus Leckwitz.

Quelle: H.St.A. Loc. 39899 Rep XV Hain. Nr. 34b
H.St.A. Loc. 31628 Bl. 46 b,f
F.M 517. v. Bl.5



Die Kahnfähre von Leckwitz wurde 1916 von der Frau des Richard Wachsmuth und deren Gehilfin Auguste Thielemann betrieben, während richard Wachsmuth zum Militär eingezogen war.

Foto: H.D. Brucksch Dresden

Das Leid der Fährpächter, im Winter viel Arbeit und kein Einkommen.

Foto: Foto: Jans Gelbhaar Duisburg


Die Fährstelle Leckwitz 1930 bei Eisgang.

Foto: Jans Gelbhaar Duisburg

Die Fährstelle Leckwitz ca 1950 mit der Motorschaluppe.

Foto: Foto: Jans Gelbhaar Duisburg

Eine Kopie der Zustimmung des Finanzministeriums zur Erteilung der Fährgerechtigkeit für Ernst Hermann Vetters vom 03.Januar 1908.

Quelle: H.St.A. 11168 Min. f. Wirtsch. Nr. 1362

Das alte Fährhaus in Leckwitz. Ein Blickfang für jeden der sich für Architektur interessiert. Dem Zeichner sei Dank, denn dieses Gebäude gibt es nicht mehr.

Quelle: Zeichnung von H.D. Brucksch Dresden

Der Rest des Fährhauses im Jahr 2015.

Foto: Foto: Jans Gelbhaar Duisburg

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