Fähren und Schiffahrt der Oberelbe in Sachsen und Böhmen


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Fähre Friedrichstadt – Übigau Km 60,2

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Fähre Friedrichstadt – Übigau Km 60,2

Älteste Nachricht v. 1741

Im Jahre 1783 wurde der Schloßherrschaft von Übigau die Fährgerechtigkeit eingeräumt, und von dieser an die Besitzer der Parzelle 46 des Grundbuches Übigau verkauft und von diesem im Grund/Hypothekenbuch als Realrecht eingetragen worden.
Mit der Verordnung vom 26.September 1865 Bl.11 des Ministeriums für Finanzen wurde der Gemeinde Übigau die Konzession zur Kahnüberfahrt von Personen mit Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs als einer zweiten Fähre verliehen.
Auf Veranlassung und mit Genehmigung des Finanzministeriums (VO v. 4 Februar 1866 Bl.19) sind beide Fähren durch Vergleich vereinigt worden.
Die Gemeinde hat an die Besitzer der Parzelle 46 eine Kaufsumme v. 1350 Thalern bezahlt.
Seit dieser Zeit hat die Gemeinde die Fährgerechtigkeit allein ausgeübt.

Der „ Aktien-Maschinenbau-Verein Übigau „ übernahm diese Anteile, und richtete eine Wagen und Personenfähre ein. Damit konnte der Fährverkehr den Erfordernissen der Firma angepasst werden. Nachdem die Fähre 1917/1918 bereits einmal stillgelegt wurde, kam das endgültige Aus im Jahr 1930.


Schloß Übigau

Graf Flemming,der Kabinattsminister und Feldmarschall August des Starken, ließ 1725 das Lustschloß am Pieschener Winkel bauen. Der Baumeister war Johann Eosander v.Goethe.
Der Graf verkaufte das Schloß für eine "Riesensumme" an den König.
Von hier aus unternahm August der Starke die Flottenfahrt zum Gegenbesuch des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I.
4 Briggantinen, 4 Schaluppen, 6 große Prahmen mit 144 Bootsleuten und 18 Kanonen
verließen Übigau, um über Meißen und Torgau nach Wittenberg zu fahren.
Von dort ging es dann mit Wagen weiter nach Berlin.

1733 schenkte der König das Schloß seinem Günstling Sulkowski, dem Rivalen Brühls.
Nach dem Sturz Sulkowskis übernahm der Hof das Schloß und behielt es bis 1770.
Viel gibt es noch von Schloß zu berichten das jedoch würde nicht dem Zweck meiner Seite entsprechen.

Ich verweise deshalb auf die Seite : http://www.dresden-uebigau.de/


An Fährgefäßen waren folgende Fahrzeuge vorhanden:


Fährdampfer "Übigau"
geb.f." Kette "
Baujahr/Ort 1888 in Übigau Bau Nr. 132 K
Leistung 8 PSi
1900 wurde das Fahrzeug mit einem Elektromotor ausgerüstet. 1903 Rückbau zur Dampfmaschine.
1914 erhält es den Namen "Übigau I". Im Februar 1915 kauft August Martin Hache Krippen die Fähre und
tauft sie "Schandau-Krippen". Im Mai 1935 erfolgt der Verkauf an Friedrich Ebert Schandau.

Fährdampfer "Wettin"
geb.f. " Kette "
Baujahr/Ort 1889 in Übigau Bau Nr. 155 K
Leistung 25 PSi

Fährdampfer "Übigau II"
erbaut f.den Eigenbedarf. Zu dieser Zeit war die "Kette" Inhaber der Fährgerechtigkeit in Übigau.
Baujahr/O rt 1914 in Übigau Bau Nr. 1138
Leistung 17 PSi
Zugel.f. 11 t.
Im Dezember 1920 wurde das Fahrzeug an Julius Hermann Dreßler Wehlen und 1923 nach Belgrad verkauft.

Fährschaluppe "Möve" Paß Nr. 2 M 51 - 28 E.Dn.342
Eigner Schiffswerft Übigau
Baujahr/Ort Postelwitz 1956
Leistung 20 PS 2 Zyl.Diesel 2 NVD 14
Tragfähigkeit 2,96t oder 8 Personen






Bitte auf das Bild klicken,um es zu vergrößern.

Die Kopien der ersten und letzten Seite der Fährordnung für die Schaluppenüberfahrt vom 15.Januar 1866

Quelle: H.St.A. 10851 Nr. 14012

Die Kopie der Fährgerechtigkeit für die deutsche Elbschiffahrtsgesellschat "Kette" vom 13.März 1886

Quelle: H.St.A. 10851 Nr. 14012

Fähranleger am Schloß Übigau um 1900


Postkarte: Sammlung K.Stein Dresden

Fährdampfer "Möve" um 1900


Postkarte: Sammlung K.Stein Dresden

Dampffähre Übigau um 1900

Im Hintergrund, der für die damalige Zeit leistungsstarke (25t) und moderne Kran das Baujahr
war 1891. Nach einer Modernisierung 1903/04 durch die Maschinenfabrik Esslingen wurde er
eletrisch betrieben und seine Tragfähigkeit auf 30t erhöht.

Postkarte: Sammlung K.Stein Dresden

Die Dampffähre "Möve".

Quelle: K.Stein Dresden

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