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Schiffmühlen Bobersen

Fähren Dommitzsch - Riesa
Schiffmühlen Bobersen

Dokumente aus der Zeit von 1770 belegen, daß diese Schiffmühle viele Jahre Wüst gelegen hat. Nach einer verheerenden Eisfahrt wurde die Mühle zertrümmert weiter Stromabwärts gefunden. Nicht nur das Eis richtete den Schaden an, auch das lang anhaltende Hochwasser  (Jahrhundertflut würden gewisse Schreiberlinge sagen) verhinderte die Bergung der noch zu gebrauchenden Teile der Schiffmühle.
1777 war Johann Gottfried Rudolph.
Hinzu kam der unendliche Schriftverkehr mit den auch damals schon überforderten Behörden.
Erst mit einem Schreiben vom 12.Oktober 1779 wurde dem Amtmann Birnbaum im Amt Großenhain der "Marsch" geblasen. Etwaige Ähnlichkeiten mit heute sind natürlich rein zufällig.
Im Sommer über bei reichlich Wasser befand sich die Mühle in der Flur von Lessa, im Winter in der Mühlenweiche in Bobersen. Dort bei frostfreiem Wetter im der Strömung.

Bereits 1586 gab es in Bobersen zwei Schiffmühlen.
Siehe roter Pfeil.
Den Kartenausschnitt kann man vergrößern.


Quelle: SLUB Dresden Karten Forum Ur Öder
Die Übertragung des nebenan stehenden Textes
aus dem Alrdeuschen lautet:




   Friedrich August Churfürst  

Lieber Getreuer,    Wir haben uns ertragen
laßen, was uns Du auf das von dem Schiffmüller
Johann Gottlieb Rudolph um Erlaubniß mit sei
nerSchiffmühle den Sommerstand bey Leßa
den Winterstand aber bey Bobersen halten zu
dürfen, sowohl als von der Winter ........ Generals
von Zhinlau zu Promnitz um Concession zu
Wiedererbauung einer neuen Schiffmühle allda
statt der durch die Eisfahrt zertrümmerten
Rudolphschen, gegen einen jährlichen Erbzinß
von 2 Thlr. angebrachte unterthänigst
Demüthigste Suchen mittels gehorsamsten
Bericht vom 24. Sebt. a.o. angezeiget und
zu unserer Entschließung gestellet hast.
           Nun sind die zwar nicht abgeneigt
dem Rudolph Seinen wegen des Sommer
und Winter Schiffmühlen Standes bey resp,
Leßa und Bobersen in so fern Rudolph dem
nach ihm seit langer Zeit Wüst gelege
ne Walhmsch Schiffmühlen Standes bey Bo


Quelle: H. St. A.
Die Übertragung des nebenan stehenden Textes
aus dem Alrdeuschen lautet:        
  


bersen radicierten Erbzinß von 2 Thlr. zum Amte Hayn
sowohl als die, nach der per Rescription fpl. 36
Act. sub. No 1216 bewilligte Moderation hierauf
haftenden Steuern an 17 gangbaren Steuer Schocke
und 2 gl. terminlichen Quatember Beytrag auf einen
einfachen Quatember übernimmt in.................
zu definieren.            Nachdem wir aber an
noch zuförderst zu Wißen begehren :   ob nicht
wegen Anlage der Schiffmühle an den Elbufer
bey Leßa und Bobersen Ufer Schäden ehtstehen
könnte, auch wegen derer, um zur Schiffmühle
gelegenen anzulegenden Wege und hierdurch
an den Elbufer und darsen gelegenen An
kern und Winden etwa zu besorgenden
Schäden ein gegründeter Widerspruch zu
besorgen wäre?
        Als befehlen Wir, nebst Remission
5 fol. Act. hierdurch, Du wolltest solches
alles mittelst einzuziehender Erkundugung
auf da nöthig vot zu unserer unter Local
Besichtigung oder sonst genau eruzieren
niernachst auch Rudolphs Erklärung ab.


Quelle: H. St. A.





Die Übertragung des nebenan stehenden Textes
aus dem Alrdeuschen lautet:    


er die auf dem Wahlmschen Schiffmühlen Stande
haftenden Onera übernehmen wolle? ad Acta er
fordern und solchen Uns von dem Wege befinden
und Erfolg Deiner geforderten Anzeige anher er
statten..
Daran geschiehet Unser Wille und Meinung

Datum Dresden den 7. Oct. 1777

                       Hanns Christph von Rig hoff





     An
den Amtmann Bierbaum
  zu Hyn
Die Übertragung des nebenan stehenden Textes
aus dem Alrdeuschen lautet:   


  Friedrich August Churfürst

Lieber Getreuer,     Im übrigen hast Du
Dasjenige was Wir wegen von Rudolphen gesuch
ter Erlaubniß, mit seiner Schiffmühle den Sommer
stand bey Leßa, den Winterstand aber bey
Bobersen halten zu dürfen, Die unterm 7.Oct.
1777 anbefohlen haben, sofort in sofern
es noch nicht geschehen, in Expedition zu se
tzen und hiervon Uns Deine gehorsamste
Anzeige ohne einigen Umstand zu erstatten.
Daran geschehet Unser Wille und Mey
nung.        Datum Dresden den 12.
Octobr.  1779

                         CJ Lindemann



     An
den Amtmann Birnbaum
   zu Hayn
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