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Eine Zusammenstellung der Fähren von Dommitzsch bis nach Tousen (CZ)
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Auf dieser, meiner privaten Website bin ich bemüht, die noch verbliebenen Fähren der Oberelbe allen Interessierten vorzustellen. Außer den wichtigsten technischen Daten werde ich die Geschichte der jeweiligen Fähre beleuchten soweit dies noch möglich ist. Diese Daten werde ich fortlaufend ergänzen.
Oft Oft sind dies die Geschichten ganzer Familien und daher nicht uninteressant. Die Fotos stammen in der Regel von mir, die aus fremden Quellen sind entsprechend gekennzeichnet.
Eine komerzielle Weiterverwendung oder Veröffentlichung ist daher nur mit meinem Einverständnis erlaubt. Diese Website hat keinen komerziellen Hintergrund. Für die Richtigkeit der angegebenen Daten übernehme ich keine Garantie. Die von mir bisher zusammengetragenen Daten über die Fähren in Sachsen und Böhmen werden, wenn nötig ergänzt. Für die Mithilfe von Interessierten bin ich sehr dankbar, und freue mich über zugesandte Ergänzungen oder Informationen aber auch Kritiken.
Die Seiten werden von mir laufend aktualisiert und  regelmäßig überprüft.
Über Texte und Fotos, welche keine direkten Angaben zum Urheberrecht enthalten,verfüge ich über das Kopierrecht.
Für Texte und Fotos die nicht von mir stammen, liegen mir die Genehmigungen der jeweiligen Verfasser vor.
Kähne, Flöße und andere Hilfsmittel wurden schon von jeher zur Überwindung von Flüssen und Seen genutzt. Insbesondere an allseits bekannten Handelswegen wie zum Beispiel den Salzstraßen, wurden Fähren zum Übersetzen von Mensch, Tier und Waren genutzt. Anfangs nur mit Muskelkraft später dann wurden die Schaluppen, Käffer, Pram und wie diese sonst noch genannt wurden mit Segel bewegt.Schon in der Zeit der Slaven gab es bereits Fähren,.Namen wie Promnitz (Prom = Fähre) bei Riesa, zeugen davon.
Unsere Vorfahren,die nach den Slaven diese Gebiete bevölkerten gaben vielen Orten Namen in denen das Grundwort Fähre enthalten waren.So unter anderen Wendischfähre bei Bad Schandau, Niederfähre bei Meißen, Niederfähre gegenüber von Seußlitz oder Diesbar wurde von Diebesfähre abgeleitet.
Die älteste Erwähnung von Fährgeld im Pirnaer Amte ist von 1325 in einem Privilegbrief.
Es heißt : Fährgeld ( naulum) Ein Pferd vorm Wagen hin und zurück 1 denarius ein Mensch die Hälfte.
1325 wurde durch König Johann von Böhmen neben der Stapel- und Niederlagsgerechtikeit auch das Fährrecht erneuert und bestätigt.Dabei wurde auch festgelegt: "was sie an Fährgeld von Menschen und Vieh vor solche Überfahrt damalen schon genommen gehabt,und was sie ferner nehmen sollen "
Quelle: Alfred Meiche in Historisch-Topographische Beschreibung der Amtshauptmannschaft Pirna 1927

Welche der Sächsischen Fähren ist die Älteste?
Diese Frage ist heute mit Sicherheit nicht mehr zu beantworten. So Ähnlich wie bei der ehemaligen Fähre Packhofstraße, wird es bei vielen Fähren sein. Nicht erst ab dem 12. Jahrhundert sondern viel früher wurden bereits Personen,Vieh und andere Güter an dieser Stelle über den Fluß gesetzt. Allerdings nur mit den damals vorhandenen technischen Möglichkeiten.
Der Gedanke an den Einbaum ist gewiß nicht unrealistisch.
Wenn man davon ausgeht,dass die Erste (hölzerne) Dresdner Brücke um 1222 erbaut und bereits 50 Jahre später auf steinerne Pfeiler gesetzt wurde,kann man sicher sein, daß bereits viel früher diese Stelle zum übersetzen genutzt wurde.
Nicht selten bestanden die Fähren noch viele Jahre nach dem Bau von Brücken
Ein Tatsache,die gewiß alle bekannten Fährstellen betrifft. So wurde selbst nach dem Bau (1890-1893) der Loschwitzer Brücke (Blaues Wunder) der Fährbetrieb für den Personenverkehr bis 1915 aufrecht erhalten.Die Wagenfähre stellte aber den Betrieb bereits mit Fertigstellung der Brücke 1893, den Betrieb ein.
Auch für die ehemaligen Fähren in Meißen finden wir sichere Nachweise.So hat es eine Fähre als bischöfliche im Stadtteil Niederfähre gegeben.
Eine weitere Fähre bestand in der Stadt als die "Mittelfähre" im Stadteil Cölln. Als im 13.Jahrhundert die erste Meißner Brücke gebaut wurde,waren die Fähren überflüssig geworden.
Eine Postkarte aus der Zeit um 1925 zeigt jedoch noch eine Fähre im Stadtteil Cölln.

Fährregal
ist ein Recht was ausschließlich dem König als dem Träger der obersten Gewalt zustand. Er konnte sich diese Rechte vorbehalten, aber auch an Dritte verleihen. Fährgerechtigkeit ist "eine Befugnis auf einem Fluß eine Fähre zu halten und Nutzen daraus zu ziehen" so schreibt v.Rohr 1739 in seinem Haushaltsrecht.
Später verstand die Rechtswissenschaft unter einer Fährgerechtigkeit "das ausschließliche Recht,an bestimmten Stellen des Flusslaufs mittels gewisser unter polizeilicher Kontrolle stehender Einrichtungen, Personen und Gegenstände gegen einen gewissen Betrag (das wäre das Fährgeld) an das andere Ufer gewerbsmäßig überzufahren, oder aber diese Recht zu verpachten". Die Fährgerechtigkeit beinhaltet die Fährnutzung und den Fährbetrieb, ist somit ein Unterbegriff des Fähregals. Die Fährgerechtigkeit hing natürlich nicht an einem Fährschiff selbst. Sie war stets an eine Person als ein Personalrecht oder an ein Gut als Fährrecht gebunden. Konnte somit von den Inhabern veräußert werden.Somit war die Fährgerechtigkeit, zumindest bis um 1900, mit dem Grundbesitz verbunden da die Zugangswege zur Fähre Eigentum der jeweiligen Besitzern war.

Fährgerechtigkeit
Was verstehen wir unter Fährgerechtigkeit. Dazu muß man unterscheiden zwischen Überfahrtstellen bzw. Übersetzungsstellen und den eigentliche Fähren. An geeigneten Furten waren diese alle gelegen.Die Überfahrtstellen oder Übersetzungsstellen gab es in allen Dörfern und Städten.Sie waren begründet in Jahrhunderte altem Gebrauchsrecht. Nach diesem durfte jeder einheimische in den Elbdörfern oft bis in die Neuzeit hinein, für eigenen Gebrauch einen Kahn besitzen.Die Fähren wurden in der Regel von Besitzern oder Pächtern profissionel betrieben. Diese wiederum stellten Fährknechte ein, um nicht nur den langen Fährdienst aufrecht zu erhalten, sondern um auch die Betriebsmittel instand zu halten.Von den Behörden wurden nicht nur die Fährpreise für das Übersetzen vorgegeben. Damit war die Gewißheit gegeben, daß ein ordnungsgemäßer Fährbetrieb durchgeführt wurde.Die Fährmeister waren oft auch Mitglieder des Rates und gleichzeitig auch Bei-Gleitseinnehmer. In dieser Funktion waren sie für die Einnahme und Abgabe des Gleitsgeldes (Straßen, Brücken und Wagengeld) verantwortlich. Für den Staat war dies eine wichtige Einnahmequelle.Welche Wichtigkeit dieser Funtion beigemessen wurde, ist daran ersichtlich, dass diese Fährmeister einen Eid ablegen mussten. (Beispiel die Fähre Wildberg 1819 aus dem Hauptsteueramt Meißen Nr.6)
Quelle: Otto Mörtzsch Dresden in Fähren und Furten in Sachsen 1911

"Eyd" des Fährmanns zu Wildberg "als Beygleitseinnehmer" 1819
Ich ,Johann Gottfried König,schwöre hiermit zu Gott dem allmächtigen und Allwißenden diesen feyerlichen Eyd und verspreche,daß nachdem ich zum Beygleits-Einnehmer in Niederwildberg angenommen worden,ich mich dieser Function sofort gebührend unterziehen,des Kgl.Gleits Interesse stets vor Augen haben und wahrnehmen, auch möglichst befördern,mich nach den hierunter vorhandenen gesetzlichen Verordnungen und besonders der Gleits Rolle, auch anderen Mandaten und Befehlen stracklich richten, von den Passanten Niemanden zur Ungebühr beschweren oder ihnen ein mehreres abfordern,Alles,ehe ich Gleitszettel verfertig oder austheile,in mein Manual eintragen und das erhobene Geld von Quartal zu Quartal zusammenhalten,in ordentliche Register oder Rechnungen bringen,selbige dann nebst den eingenommenen Geldern nach abzug meiner Tantieme zur rechten Zeit in die Haupt - Gleits - Einnahme Meißen richtig abliefern und davon bey Vermeydung der in der erneuerten und geschärften Verordnung ( 1705 u. 1767 ) vom anvertrauten Guthe und deren Erl.Mandate mireben vorgelesen worden,geordneten Strafen etwas in meinen Nutzen nicht verwenden oder veruntreuen will,sondern mit den mir nachgelassenen Einnehmergebührenzufrieden seyn,was ich für meine Person bey Contraventionsfällen abzuthun nicht im Stande,im Hauptgleite Meißen zur weiteren Verfügung anzeigen,auchmich überhaupt durchgängig als redlicher und gewissenhafter Beygleits - Einnehmer verhalten will. So wahr mir Gott helfe durch Jesum Christum,Amen! ( Hauptsteueramt Meißen Nr.6 )

Bisher erschienene Veröffentlichungen die sächsischen Fähren betreffend




Von dem Buch "Fähren der Oberelbe in Sachsen und Böhmen" ist nun auch die zweite Auflage vergriffen.
Dir Broschüre "Die Geschichte der Strehlaer Fähren" ist im Schreibwarengeschäft Ines Löser in Strehla am Markt oder über meine E-Mailadresse zum Preis von 8,00€ plus 2,50 bei Versand erhältlich.
Die Broschüre "Die Geschichte der Meißner Fähren" ist in Meißen in der Touristinformation am Markt oder über meine E-Mailadresse zum Preis von 8,00€ erhältlich. Bei versand plus 2,50€

In eigener Sache

Ab der Seite Kilometer 0 flussaufwärts werden die Texte auch in tschechischer Schrift erscheinen. Die Übersetzung übernimmt  freundlicherweise Herr Jirka Sich aus Nestomitz.
Über Texte und Fotos, welche keine direkten Angaben zum Urheberrecht enthalten,verfüge ich über das Kopierrecht.
Für Texte und Fotos die nicht von mir stammen, liegen mir die Genehmigungen der jeweiligen Verfasser vor.

Die Bezeichnungen für die Fähren lauten wie folgt:
K.F. Kahnfähre
D.F. Dampffähre
Sl.F. Seilfähre
W.F. Wagenfähre,
diese waren in der Regel Sl.F. Einige Seiten sind mit einer Stromkarte für den jeweiligen Ort versehen. Diese stammen von Erich Ahrend 1925. Diese Karten waren für die damalige Zeit ein Fortschritt und für die Kapitäne der Dampfschlepper eine große Hilfe. Darin waren nicht nur die Fähren sondern oft auch Hinweise über schwierig zu befahrene Abschnitte eingezeichnet. Felsen oder große Steine, Brücken, Starkstromleitungen und Fluß bzw. Bachmündungen sind recht detailgetreu eingezeichnet.

Klaus Stein, Dresden, Kontakt : faehrenderoberenelbe@t-online.de
Th. Elschner, Dresden, grafische Benutzeroberflaeche Fähren Kontakt : th@elschi.de , https://elschi.de
Stilblüten der hochqualifizierten Presse.

Ein Blick zu Google hätte die Alleskönner der Presse etwas klüger gemacht.
Dort heißt es zu dem Wort Havarie:
"Eine Havarie (von arabisch عوار, DMG ʿawār ‚Fehler, Schaden‘) ist in der
Schifffahrt ein Schaden, den ein Wasserfahrzeug oder dessen Ladung während der Reise erleidet."

Da weder an diesem Schiffsverband noch an der Uferbefestigung ein Schaden entstanden ist
kann man hier nicht von einer Havarie schreiben. Dieser Verband wurde lediglich durch
den starken Wind aus der Fahrtrichtung gedrängt.
An dieser Stelle befindet sich auch keine enge Fahrrinne sondern dort ist der Fluß
recht breit und tiefer als sonst an der Oberelbe. Das war auch der Grund dafür, dass diese Stelle in der Vergangenheit
als Feierabendstelle für die Schleppschiffahrt festgelegt worden war.

Was sich da quer legte war auch kein Frachtkahn sondern ein neudeutsch Kasko,
also ein Rohbau der später mal ein Tankmotorschiff werden soll.
Das dieser Verband drei bis vier Meter auf die Uferböschung geschoben wurde, dürfte ebenfalls in das Reich der Mähr fallen,
aber mit der Wahrheit nehmen es diese Zeitgenossen eh nicht so genau.
Zwei Schlepper. so steht da zu lesen, einer vorn und einer hinten manövrierten diesen Lastkahn?
Was da vorn und hinten befestigt war, waren zwei Schubboote. Nun könnte man ihnen den Journalisten ja noch erklären, weshalb
zwei und diese auch noch vorn und hinten, aber das würden sie eh nicht verstehen.

Auch hier empfehle ich Google zu kontaktieren:

"Als Schubboot, umgangssprachlich auch Schuber, bezeichnet man ein schiebendes Schiff in der Binnenschifffahrt,
das selbst keine Ladung befördert und ein oder mehrere Schubleichter schiebt", in diesem Fall einen Kasko.

Vermutlich hatte sich ein Schleppseil ausgeklinkt? Dieser Verband ist mittels Seilen und Winden Fest verbunden,
es können somit keine Schleppseile sein. Diese Seile können bestenfalls gebrochen aber nicht ausgeklinkt sein.
Es mußte ein weiteres Seil befestigt werden ehe die Schlepper den Lastkahn wieder in die Fahrrinne bugsieren konnten.
Nach etwa 20 Minuten war die Elbblokade vorbei und der Schiffstross schipperte weiter in Richtung Dresden.
Drei bis vier Meter auf die Uferböschung gedriftet und nach ca.20 Minuten weiter gefahren?
Dieser Bericht strotzt nur so von qualifiziertem Wissen, ich blicke ehrfurchtsvoll zu solch hohem Wissen empor.
Um einen solchen Bericht veröffentlichen zu dürfen, muss man gewiß fünf oder mehr Semester
Geschwätzwissenschaften studiert haben.
Etwas klüger war aber der Kollege oder die Kollegin der Dresdner Morgenpost (sie nennt sich jetzt Tag24).
Er oder sie berichtete von einem Hubschiff ansonsten scheint aber einer vom anderen abzuschreiben.




Wer Interesse hat, hier geht es zu den "Originalen Berichten":

https://www.saechsische.de/frachtsch...e-5025158.html
https://www.tag24.de/nachrichten/dre...T-ZXKn_XeE-ARQ








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