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Lodní mlýn Salesi

Fähren von Podebrady - Usti n.L
Lodní mlýn Salesi
Zu Beginn des dreißigjährigen Krieges bestand nachweißbar die Schiffmühle Salesel. Der Besitzer war Matthes Richter. der kurz vor 1629 starb.
Seine Witwe Maria verkaufte die Mühle an Otto von Nostitz, der die Herrschaften Tschochau und Hlinai im Jahre 1628 erworben hatte.
Der Preis für die Mühle betrug 575 Schock meißnische Groschen, für die damaligen Verhältnisse ein sehr hoher Preis.

Der Kaufvertrag ist in dem Tschochauer Grundbuch von 1628 auf dem ersten Blatt eingetragen.
Die Gemeinde Salesel verzichtete für immer währende Zeiten auf einen Zins, für die zur Schiffmühle gehörende Baustelle.
Grund dafür, der Käufer, ein mächtiger und einflußreicher Herr verschaffte der Gemeinde eine "Salve Quardia" (Schutzwache,Brief).
Wie wertvoll der Gemeinde dieser Brief war, zeigt das die Gemeinde auf den jährlichen Zins von 1 Schock Groschen verzichtete, denn die Kriegsnot begann erst 1631.

Der Vertrag lautet:

Zu wißen und zu gedenken daß Heut
dato den 8. May dieses 1629 Jahres der Wohlgebohrene Herr
Otto Freyherr von Nosticz, Herr auff Falckgenau,
Heinrichsgrün,Schocha und Liney, Röm: Kay: May: Reichshoff Rath, Cammererer
Landesrechtes beysitzer und In Königreich Böheimb Vice Canzler
Mit Maria Mathes Richters Hinterlaßener Wittimb und Millerin zu
Saleß umb ihre Schiffmuhlen ein aufrichtiger Kauff Volgender ge-
stalt geschlosen und getroffen. Es gibt Ihr Gnaden gedachte Mul-
lerin zu kauffen ihre Schiffmuhlen sambt den beiliegenden außge-
zimerten Holz, auch aller sonst Zugehör waß Zu den Mühlwerck
laut Specifikation von Nöthen, Pro und Umb 575 Schock Meiß:
Bahres Geldeß. Die baustadt belanget welche auff der Gemeine
zu Saleß stehet, und Jehrlich 1 ß Zinsbar, hatt sich die gemein dahin
erklert Nach deme Ihr Gnaden inen ein Salva Quardia der Sol-
daten halber Zuwege gebracht, daß sie auß Schuldigster Danckbar
keit Von Ihr Gnaden von dato an und zu Ewigen Zeiten Nichts
mehr fordern und begehren wollen. - In beysein Marttin Köhlers
Richter und Gundter Seuffert geschworn zu Saleß.

In der Mitte des 18 Jahrhunderts bestand aber diese Schiff-
mühle nicht mehr. In einem Kaufvertrag von 1760 über die Sta-
ditzer Mühle ist Salesel unter den Dörfern angeführt, die verpflichtet
waren, ihr Getreide in keiner anderen Mühle als in der zu St-
ditz mahlen zu lassen.
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