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Stilblüten der hochqualifizierten Presse.

Ein Blick zu Google hätte die Alleskönner der Presse etwas klüger gemacht.
Dort heißt es zu dem Wort Havarie:
"Eine Havarie (von arabisch عوار, DMG ʿawār ‚Fehler, Schaden‘) ist in der
Schifffahrt ein Schaden, den ein Wasserfahrzeug oder dessen Ladung während der Reise erleidet."

Da weder an diesem Schiffsverband noch an der Uferbefestigung ein Schaden entstanden ist
kann man hier nicht von einer Havarie schreiben. Dieser Verband wurde lediglich durch
den starken Wind aus der Fahrtrichtung gedrängt.
An dieser Stelle befindet sich auch keine enge Fahrrinne sondern dort ist der Fluß
recht breit und tiefer als sonst an der Oberelbe. Das war auch der Grund dafür, dass diese Stelle in der Vergangenheit
als Feierabendstelle für die Schleppschiffahrt festgelegt worden war.

Was sich da quer legte war auch kein Frachtkahn sondern ein neudeutsch Kasko,
also ein Rohbau der später mal ein Tankmotorschiff werden soll.
Das dieser Verband drei bis vier Meter auf die Uferböschung geschoben wurde, dürfte ebenfalls in das Reich der Mähr fallen,
aber mit der Wahrheit nehmen es diese Zeitgenossen eh nicht so genau.
Zwei Schlepper, so steht da zu lesen, einer vorn und einer hinten manövrierten diesen Lastkahn?
Was da vorn und hinten befestigt war, waren zwei Schubboote. Nun könnte man ihnen den Journalisten ja noch erklären, weshalb
zwei und diese auch noch vorn und hinten, aber das würden sie eh nicht verstehen.

Auch hier empfehle ich Google zu kontaktieren:

"Als Schubboot, umgangssprachlich auch Schuber, bezeichnet man ein schiebendes Schiff in der Binnenschifffahrt,
das selbst keine Ladung befördert und ein oder mehrere Schubleichter schiebt", in diesem Fall einen Kasko.

Vermutlich hatte sich ein Schleppseil ausgeklinkt? Dieser Verband ist mittels Seilen und Winden Fest verbunden,
es können somit keine Schleppseile sein. Diese Seile können bestenfalls gebrochen aber nicht ausgeklinkt sein.
Es mußte ein weiteres Seil befestigt werden ehe die Schlepper den Lastkahn wieder in die Fahrrinne bugsieren konnten.
Nach etwa 20 Minuten war die Elbblokade vorbei und der Schiffstross schipperte weiter in Richtung Dresden.
Drei bis vier Meter auf die Uferböschung gedriftet und nach ca.20 Minuten weiter gefahren?
Dieser Bericht strotzt nur so von qualifiziertem Wissen, ich blicke ehrfurchtsvoll zu solch hohem Wissen empor.
Um einen solchen Bericht veröffentlichen zu dürfen, muss man gewiß fünf oder mehr Semester
Geschwätzwissenschaften studiert haben.
Etwas klüger war aber der Kollege oder die Kollegin der Dresdner Morgenpost (sie nennt sich jetzt Tag24).
Er oder sie berichtete von einem Hubschiff ? ansonsten scheint aber einer vom anderen abzuschreiben.

Liebe Alleskönner berichten sie lieber von der Schuhgröße oder anderer Größen einer Claudia Schiffer oder eines Herrn
Harald Klöckler, aber nicht von Dingen von denen sie Nichts verstehen.
Auch von der Politik zu berichten scheint sehr einträglich zu sein. Vor allem kommt es da nicht so sehr auf Wahrheitsgetreue
Berichterstattung an.


Wer Interesse hat, mit diesen Links geht es zu den "Originalen Berichten":

https://www.saechsische.de/frachtsch...e-5025158.html
https://www.tag24.de/nachrichten/dre...T-ZXKn_XeE-ARQ
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