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Fähren Göhlis - Meissen

Fähre Meißen  -  Meißen  Cölln  Km  87,540


Nach archäologischen Funden, war der Burgberg in Meißen bereits in der späten Bronze und frühen Eisenzeit (1000 - 500 v.d.Zr.) sowie in der frühen  Germanienzeit   (1.Jh.v.d.Zr.) besiedelt.
Mit der urkundlichen Überlieferung im 10. und 11. Jahrhundert wird die Meißner Elbfurt bekannter.
Sicher dürfte sein, daß König Heinrich I. bei seinem Heerzug 932 gegen die Lausitzer, diese Furt genutzt hatte. Sammelstätte der Heerschar war die Meißner Burg.
Der Chronist und Bischoff von Merseburg, Thietmar berichtet in seinem berühmten Geschichtswerk, daß Kaiser Otto der III. im Februar 1000  die Meißner Furt während einer Wallfart nach Gnesen nutze um über die Elbe zu kommen.
Bald schon dürften zu dieser Zeit oder wenig später Fährboote die Elbquerung erleichtert haben.
Erst 1160 wird eine bischöfliche Fähre mit Zollrecht genannt. Wie bei allen Fähren, kann man auch bei dieser Fähre davon ausgehen, daß dieser Übergang schon wesentlich früher genutzt wurde.
Am linken Elbufer dürfte der Fährausgangspunkt der aus dem 10.Jahrhundert bekannte Elbhafen gewesen sein.
Und am rechten Elbufer deutet sich der Adlersteig als die Abfahrts - und das Fährgässchen als die Fährankunftstätte an.
Die Bezeichnung "Niederfähre" für den bis zum Spätmittelalter bischofs- und domkapitelseigenen rechtselbischen Meißner Stadtteil hält noch die Erinnerung an diese Fährstelle wach.
1934 waren die Fährmeister Starke u. Mergner Inhaber der Fähre. Eine Verleihung erfolgte erst unter dem 25.3.1937 durch das Min. f. Wirtschaft und Arbeit mit dem Aktenzeichen :  II 6c M76  diese Verleihung lief aber am 31.12.1943 ab.
Diese und auch die obere Fähre waren am Ende des Krieges nur Notfähren die ab 22.10.1945 zur Instandsetzung der Elbbrücke in Betrieb waren ¹.
¹ H. St. A. Min. f. Land u. Forstw. Nr. 2571




Es waren in dieser Zeit
         
                              - 3 Wagenfähren
                              - 1 Gierkäffer
                              - 2 Motorboote
an diesen beiden Stellen in Meißen eingesetzt.
                              





Die Cöllner Elbquerung


Im Hochmittelalter,spätestens mit Ausbildung des Ortes Cölln (etwa 1170) ist eine Fährverbindung anzunehmen.
Für das 18.Jahrhundert ist eine Fährverbindung sogar belegt C.C.Schramm: Straßenkarte Dresden-Meißen 1726,
diese bestand noch im 19. Jahrhundert.
Es dürfte hier sich hier um die "Oberfähre oder Stadtfähre" gehandelt haben.

Eine Postkarte mit einer Fähre aus dem Jahr 1925 an dieser Stelle lässt jedoch weitere Recherchen offen.






Es dürfte hier sich hier um die "Oberfähre oder Stadtfähre" gehandelt haben.
Eine Postkarte mit einer Fähre aus dem Jahr 1925 an dieser Stelle lässt jedoch weitere Recherchen offen.












Fähr - und Schiffverkehr in Meißen um  1885

Quelle: SLUB/Deutsche Fotothek
         www.deutschefotothek.de

Die Fähre Meißen unterhalb der heutigen Eisenbahnbrücke um 1929

Postkarte:
Sammlung K.Stein Dresden

Die Fähre in Meißen zwischen den Brücken um 1910 wurde von der fischergenossenschaft betrieben.

Postkarte:
Sammlung Th.Albert

Diese Broschüre erscheint im DIN A4 Format mit 70 Seiten. Zu erwerden ist diese Broschüre in der
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