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Fähren Dommitzsch - Riesa
Wagenfähre Pretzsch Km 184,8


Fähren in Sachsen und Böhmen? Für viele stellt sich hier diese Frage. Ja Pretzsch war einmal Bestandteil des Königreichs Sachsen.
Deshalb habe ich diese Fähre mit aufgenommen. Erst bei meinen Recherchen zu den Fähren der Mulde, fand ich Dokumente
über diesen Fährstandort im Landesarchiv Sachsen Anhalt.


Hier wird noch gearbeitet, bitte etwas Geduld.
Die Übertragung des nebenstehenden Textes
aus dem altdeutschen lautet:

                     Rolle
bei der Churfürstl: Sächsischen Elbfähren zu Pretzsch
auf welcher bei der Überfahrt über die Elbe das nachfolgende
gesonderte Fähren oder Kahn Geld zu verlangen ist.
                     I. zu Pretzsch
       a., ordinairen oder kleinem Wasser
-,- 6 g   von einem Fußgänger
-,- 2 g   von einem Pferde, beladen oder unbeladen eingespannt
            oder uneingespannt ingleichen von jedem Koppelpferd
-,- 2 g   von einem Ochsen oder Kuh eingespannt oder ledig
-,- 2 g   von einem Kalb, Schaaf, Bock, Ziege, Schwein und anderen
           kleinem Vieh.
        b,. bei großem Wasser das heißt wenn bis an das
             Fährhaus, oder den Wiesendamm gefahren werden
             muß.
-,- 1 gr. von einem Füßgänger
-,- 3 gr. von einem Pferd, beladen oder unbeladen, eingespannt
             oder ledig ingleichen von jedem Koppelpferde
-,- 3 gr.  von einem Ochsen oder Kuh, eingespannt oder ledig
-,- 2 gr.  von kleinem vieh als Kalb, Schaaf, Schwein, Bock oder
             Ziege
                     in beiden Fällen bei der jedes maligen Überfahrt
                     für hinüber oder herüber
                         Dagegend
            bezahlen ohne Unterschied ob kleines oder großes
                Wasser sei :
-,- 4 g    von einer Fuhre Getreide, Heu oder Grummet und


Quelle: Landesarcuiv Sachsen Anhalt Rep. C I C Nr.1604
Die Übertragung des nebenstehenden Textes
aus dem altdeutschen lautet:

        von einer Fuhre Dünger, die Feldbesitzer, Hüfner und
         ......... zu Pretzsch und Rettig, Priesitz wenn sie dergleichen
         auf ihre über der Elbe befindlichen Felder und Wiesen sind hinüber
         oder wieder zurück fahrend
                       ebenso
         bezahlet ohne Unterschied ob kleines oder großes Was
         ser sei überhaupt
-,-      ein Bräutigam oder Braut, wenn sie mit ihren hoch
         zeitsgästen über die Elbe herüber oder wieder zurück fahren.
                               II: über sogenannten Rifs :
                 a.,  bei ...................oder kleines Wasser
-,-3g.  von einem Pferd
-,- 1g  von einem großen Vieh
-,- 2 g von einem kleinem Vieh
                 b., bei großem Wasser
-,- 6 g von einer Person
-,- 2 g von einem jeden Stück großem Vieh
-,- 4 g von einem jeden Stück kleinem Vieh

                      Von  
Erlegung diese Fährgeldes sind gänzlich frei:
1. alle Churfürstlichen Officianten welche in Herrschaftl Angelegenheit
                                                                                reisen
2. der Justizbeamte zu Pretzsch und die übrigen Amts Subalrunen
                          in Herrschaftl Amtsverrichtungen
3. alle Pferde und Wagen nebst den dazu gehörigen Personen welche in
    Churfürstl. darus ausdrücklich mit gerichteten Pässen.....
    sind.
4. Das Militär und Ober und

Quelle: Landesarcuiv Sachsen Anhalt Rep. C I C Nr.1604
Die Übertragung des nebenstehenden Textes
aus dem altdeutschen lautet:

     mendiert, oder in sonstoger herrschaftlichen Angelegen
     heiten gegen Legitimation
5. die zum Churfürstlichen Vorwerk gehörigen Bedienenden welche von dem
    ....... abhänger nebst den Hofleuten, Fröhnern und
    Gesinde in wirtschaftssachen
6. die Amts und ..... Boten
7. der ...........
                       hierüber

8. diejenigen Einwohner in der Stadt Pretzsch und den vom Dorfe
    ....., Klöden Pfützberg, Retting,Kleindöbern, Düßnitz, Gehmen
    Prisitz, Weschnitz und Sachau, welche anstatt des ......Fähr
    geldes gewisse ...............an Getreide, oder gewisse Geld und Na
    tural .............alljährlich abtragen, jedoch nur für ihr Personal
    zu Pferde oder zu Fuß, ingleichen für ihre Wirtschaft stehend
    auf sowie Pretzsch und die letztbenannten sechs Dörfer : Klein
    dreben, Düßnitz .......................................und Sachen betrifft
    für das auf und von dem ..................Vieh, für welches letzte
    re hingegen, die drey ersten Dörfer Klöden Schützberg und Rad
    din so eine frömliche Stadt und Dorfgemeinde für diejenige Fuhre....
    so siw und .......    das gewöhnliche Fährgeld jedes mal zu
    entrichten haben.


        Urkundlich ist gegenwärtige Elbfähre alle unter des Churfürstl
        geheime Finanz Collegium Insigel ausgefertigt worden
            so geschehen zu Dresden am 27. März 1794



                    L.D. ..... von Spillner

    


Quelle: Landesarcuiv Sachsen Anhalt Rep. C I C Nr.1604


Viele der älteren Generation kennen sie noch,
die Fährprahmen mit den zwei Handwinden.
Handbetrieb heute im Jahr 2019? undenkbar.
Viel zu schwer und bücken kann sich heute eh keiner mehr.
Die Wirkungsweise dieser Fähren sind am Beginn
meiner Seite hier erklärt:

Hier der Link dazu: https://faehren-der-oberelbe.de/wirkungsweise-drei-unterschiedlicher-gierfaehren.html

Quelle: Heimatmuseum Pretzsch
Mit einem Pferdefuhrwerk beladener Fährprahm. Getreide, Heu,
Holz und vieles andere mehr wurden damit von der anderen Elbseite
übergesetzt.
Im Hintergrund ein Seitenradschleppdampfer der neuen
Deutsch-Böhmischen Elbschiffahrt AG.
Auf dem Rhein werden diese Fahrzeuge Räderboote
genannt. Bitte fragen sie mich nicht weshalb dieser Name.


Quelle: Heimatmuseum Pretzsch
Der damals alltägliche Betrieb an den Fähren der
Elbe wie auch den anderen Flüssen.
Hier ein Opel Blitz (?) Lieferwagen und natürlich
Fußgänger.


Quelle: Heimatmuseum Pretzsch
Für die Traktorexperten ein "Hingucker". Lanz Traktor
und Lanz Dreschmaschine.
Erklärung für die Handygeneration:
Das ist kein Gerät aus einem sience ficten Film,
mit dieser Maschine wurden die auf dem Feld in Puppen
aufgestellten und damit getrockneten Getreidehalme
ausgedroschen. Die Körner wurden damit vom Halm getrennt.
Aber das wird diese Generation eh nicht interessieren.
In Blickrichtung rechts, sieht man vier verstellbare Scheerbretter.
Bei niedrig Wasser konnten diese abgesenkt werden, um damit
eine größere Fläche für das anströmende Wasser zu haben.
Und auch hier, Winden mit Handbetrieb.


Quelle: Heimatmuseum Pretzsch

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