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Fähren Dommitzsch - Riesa
Ehemalige Fähre Colditz
Der Wortlaut des nebenstehenden Textes lautet:


Allerdurchlauchtigster, Großmächtiger

Allergnädigster Herr !

Der Rittergutsbesitzer von Rößner im Amts
bezirk Colditz von Abendroth hat auf dem
Platz wo vormals nur eine Kahnüberfahrth
existierte neuerlich eine Fähre über die
Mulde angelegt, und dem vernehmen nach bey


Eur. Majestät um Concession zu dieser Fähren
Überfahrt angesucht.

Aller Höchstero Interesse sehr nachtheilig werden
dürfte da nicht nur das Geleite zu Groß
bothen und Colditz, sondern auch auf den Brücken
Zoll zu Grimma, und manchen noch entferntere
Zölle auf dergleichen Schleifungen umfahren wer
den können. So halte ich mich für verpflichtet sol
ches Eur. Königl: Majestät: anzuzeigen, auch daß
ich vorläufig, als ich am 2ten Huis inus in
anderweiten Mulden Ufer Besichtigungs Geschäften
zu Kötteritzsch  welches gedachten Ritterguthe
Kößern gegenüber liegt, anwesend
befand, diese Fähre zugleich in Augenschein nehmen
wobei ich durch Fährleute aus Rochlitz welche
auf den dieseitigen Ufer .......... für
das Ritterguth Kößern abladeten, eben antraf.
Auf Befragen nach den GleitsZahlen, und
nur dieselben auf diese Schleifung gewiesen
habe ? versicherten zwar gedachten Fährleute,  
daß sie das Geleite zu rochlitz berichtigt hätten, die die
Zettel jedoch nicht bey sich führten, dieser Weg aber
inen von dem von Abendroth besonders durch durch den Stein
nitz Seidel zu Rochlitz mit der Hinsicherung ange
wiesen worden sey, daß er für alle Kosten und Gefahr
auch wenn sich gepfändet würden für allen Scha
den stehen wolle.
                       In Hinsicht dessen, daß diese Fährleute die
Gleitszettel nicht zeigen konnten
auch das Gleits zu Colditz und Großbothen, nicht
wenigen Brückenzoll zu Grimma umfahren
hatten ....... immerhin man diese Passage über
Kötteritzsch nicht eingeschlagen wird, nach Kössern
anders nicht, als über Grimma zu gelangen ist,
und dadurch Allerhöchstes Interesse nicht un
bedeutend benachtheiligt werden man, fand ich
mich vermögen meinem Kreishauptmannschaftlichen
Instruction bewogen diese Fährleute anzuhalten,
konnte jedoch, da selbige mein nicht unbekannten,
sie gegen Verminderung des Rochlitzer Gleits
Betrages, und Abgabe einiger .....und die
Untersuchung von den kompetenden Behörden
weiter fortsetzen lassen zu kommen, einstwei
len diemittieren nach dem darüber von mir ein
Protokoll aufgenommen, und selbige, daimmer
bedauzt worden,sich auf diesem Wege,bis daß
Aller Höchstdieselben über diese Passage
ignorieret haben würden, bey nachdrücklicher Strafe
nicht wie der betreten zu lassen. Vom Besitzer des
Ritterguthes Kötteritzsch, Sahren v. Fahr erwar
ten lasse ich aber, mithrecht eines von ihm mittwohl
zugezogenen Protokoll, aller diejenigen, welche noch
und von diesen Fähren  Überfahrt mit Wagen
passieren würden, durch seine Gerichtsperson
in Armut bringen zu lassen dergleichen Fälle
aber, zu weiteren Verfügung, bey dem Justiz
Amt Colditz sofort anzuzeigen.
                                        Den folgenden Tag   
als ich mich in Landarbeitshaus Geschäften zu
Colditz befand habe ich an das Justizamt daselbst
unter Aushändigung der vorbenannten Acten zwey
Protokolle, der Pächter,und das und des degomierten Gleits


Betrages an Colditz an -7gl.- verfügt, daß
unter meiner Theilnahme, wegen dieser Vorgänge
mit den Gleitscommisario kommuniziert welche
damit von selbigen die nähere Untersuchung we
gen de Dekunation der Gleits Abgaben ein
geleitet werden können,.
                                     Letzteren dürfte nicht un
beträchtlich seyen, da Ritterguth Kössern durch Lohn
geschirre angefahren worden sind, und zu befürch
ten stehet, daß selbige nicht gehörig berichtiget
und benehmet worden seyn dürften, da diese
Fährleute keine gleitshätte auf diesm Schleif
wege berühren, mithin diese Abgaben nicht con
trolliert werden können.
                                     Mehrgedachter Weg ist
nach beschener Untersuchung und den vorhandenen
Anweisen.........unter eine Land noch Kommer
zial Strafe und dürfte schon um deswillen
nicht zu dulden seyn, da solcher in den Beschf
heit sich befindet, daß ein nicht unbeträcht

licher Straßenbau nöthig seyen würde, man
selbigen zu einer Straße erhoben werden
sollte, welches aber bey den unausweichenden
Fonds besondere erhebliche Geldbewilligun
gen erstanden dürfte.                                                                                                   
                               Sobald die ferneren
Untersuchung über den angezeigten Vorgang
vollführt seyn wird, werde ich nicht .....
.... mit den concorierenden Behörden, ei
nen vollständigen Vertrag zu erstatten
                  
                        In tiefster Ehrfurcht



      Eur: Königl: Majaiestät


Quelle:  H. St. A. DD. 10036 Fin.Archiv Loc. Rep. XLI Colditz Nr.10
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