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Fähre Kriebstein Hafen

Fähren Dommitzsch - Riesa
Fähre Kriebstein Hafen

Ich werde auf meiner Internetseite die Fahrzeuge der Talsperre aus der Vergangenheit sowie der Gegenwart vorstellen.
Grundsätzlich gab und gibt es zwei Arten von gewerblich betriebenen Schiffen auf der Talsperre.
Es sind dies Fahrgastschiffe und zwei Fährmotorschiffe sowie zwei handbetriebene Seilfähren. Im laufe der Zeit ändern sich Namen und Typ der Schiffe ebenso wie die Eigentümer.
Die von mir hier vorgestellten Daten beziehen sich auf Kopien amtlicher Dokumente die sich in meinem Besitz befinden.
Für Ergänzungen habe ich selbstverständlich ein "offenes Ohr".
 


Ehemalige und die heutigen Fähren Kriebstein

Um Ihnen, den Besuchern meiner Internetseite, die Betriebszeiten dieser Fähren und Fahrgastschiffe anzuzeigen habe ich den Betreiber (Zweckverband Kriebsteintalsperre ) am 16.04.2019 angeschrieben und darum gebeten unsere Seiten verlinken zu dürfen.
Leider noch lang anhaltendes Schweigen, warum eigentlich?






Hier wird noch gearbeitet.
                          Wer kann hier helfen


In den Jahren um 1950 fuhr dieses Schiff mit dem Namen "Bremen" für
kurze Zeit auf der Talsperre Kriebstein.
Es hatte einen Stendel-Schacht Benzinmotor mit 6 PS.
Es war für zwei Peronen zugelassen.

Hier ein Foto auf der Elbe bei Strehla.

Liebe Besucher, bitte fragen Sie ihre Eltern oder Großeltern
wer kann sich daran erinnern oder hat noch Fotos von diesem,
in dieser Form einzigartigem Fahrzeug.
Kriebstein 1923 noch ohne Wasser aber schon Baustelle.


Quelle: Postkarte Sammlung K. Stein Dresden
Das Platzvermessungsprotokoll des "Falke".

Bei einer zulässigen Personenzahl von 50 Personen dürfte
es sehr eng auf diesem Fahrzeug gewesen sein.
Hip Hop und ähnliche Bewegungen waren da nicht zu machen.
Ein Platzvermessungsprotokoll ist Bestandteil einer Zulassung.
Eine solche Zulassung heute, nicht denkbar.


Quelle: Sammlung K. Stein Dresden


Der Hafen Kriebstein 1930 nun mit Wasser.
Hier das Fährboot "Falke".

Der Eigentümer war 1963 Rudolf Schmidt Kriebstein

Paß Nr.  P 715
Das Fährboot "Falke" wurde 1930 in Zehren auf der Werft
Pöche gebaut.
Länge    14.06 m  Breite 3,04 m   Seitenhöhe 0,99 m
mittl.Tiefgang 0,33 m  zulässige Personenzahl 50 Personen

Antrieb: Dieselmotor 2 NVD 14 Schönebeck  20 PS
           Baujahr 1958
Angaben lt. Rev.Bericht v. 16. Mai 1963


Quelle: Postkarte Sammlung K. Stein Dresden
Der Hafen Kriebstein 1937 schon voll im Betrieb.


Quelle: Postkarte Sammlung K. Stein Dresden
Auf dem Foto rechts das Fahrgstschiff "Wappenfels"
und links dahinter "Höfchen".





Nicht zu verwechseln mit dem Fahrzeug gleichen Namens
"Wappenfels" das Ältere Fahrzeug.

Das Fahrgastschiff "Wappenfels" wurde 1932  in Berlin-Stralau
für Rudolf Schmidt Kriebstein gebaut.

Paß Nr. P 718
Tragfähigkeit 17 t.  25,5 PS zugelassen f.100 Personen
Länge 14,0 m  Breite 3,0 m  

Dieses Fahrzeug kam im Mai 1943 zur Org.Todt für
den Donau-Schwarzmeereinsatz. (OT.06)  
Das Fahrgastschiff "Wappenfels"


Es hatte eine Tragfähigkeit von 22,7t  20 PS
Länge 14,07 m 3,18 m Breite 0,83 m Tiefgang
1974 für 63 Personen zugelassen.
Gebaut bei Pöche in Zehren.

Eigentümer waren:

ab 1930 Alwin König Scharfenberg
ab 9/1969 Rat d. Kreises Hainichen


Das Foto darunter:

Wappenfels nach dem Umbau 1991


Mit den Namen "Kriebstein" hat es drei Fahrzeuge
auf der Talsperre gegeben.
1. Fahrgastmotorschiff "Kriebstein"
Von diesem Fahrzeug ist das Baujahr sowie die Bauwerft
nicht bekannt.

Besitzer war Rudolf Schmidt Talsperre Kriebstein
Ab Mai 1943 mußte das Fahrzeug der Org. Todt
für den Donau-Schwarzmeereinsatz übergeben werden. (OT 03)

Die Techn Daten lauten:
Tragfähigkeit: 17 t Leistung 50 PS  Zugel.Personen 100
Länge 14,0 m Breite 3,1 m Seitenhöhe 1,4 m  
Fahrgastschiff "Kriebstein"

Hier wird noch gearbeitet, bitte etwas Geduld.




Das Motorfahrgastschiff "Kriebstein".

wurde 1928 in Hohenwarte für Franz König in Scharfenberg
als Motorgüterschiff auf den Namen "Scharfenberg" gebaut.

Paß Nr. P 717
Die Techn. Daten:
Tragfähigkeit 39,5 t  Leistung 110 PS
Im Januar 1948 ist Otto Alwig König Scharfenberg der Eigentümer.
Er läßt das Fahrzeug für den Betrieb auf der Talsperre Kriebstein
auf der Werft Pöche in Zehren zum Motorpersonenschiff
mit dem Namen "Kriebstein" umbauen.
Anfang 1970 wird als eigentümer der Rat des Kreises
Hainichen verzeichnet.
Im März 1979 wurde das Fahrzeug abgebrochen.

Motorschiff "Mittweida"


Das Motorschiff "Mittweida" wurde 1912 in Berlin Stralau
als Personenmotorschiff mit dem Namen "Giebichenstein"
gebaut. Im April 1924 kam es zu Georg Boas nach Halle.
Im September 1939 wurde es aufgelegt (außerbetriebgesetzt).
Vermutlich infolge des Krieges.
Im März 1947 erfolgte durch die Saale-Peronenschiffahrt GmbH
Halle die Aktivierung.
In der Zeit von 1948 bis 1952 fanden umfangreichen Umbauten statt.
So wurden die zulässige Personenzahl von 90 Personen auf 130 erhöht.
Der Antrieb wurde von 23 PS auf 35 PS erhöht.
Im August 1958 kommt das Fahrzeug auf die Talsperre Kriebstein,
der Rat des Kreises Hainichen wird der Eigentümer.
Mit dem Wechsel des Eigentümers erhält das Fahrzeug
den Namen "Stadt Mittweida".

Um 1960 wechselt der Name auf "Mittweida".

Paß Nr. P 234
Die Techn. Daten:
Als Personenmotorschif mit der Reg.Nr. 3-138 später P-234
Trgafähigkeit 17,0 t oder 99 Personen und 23 PS ab 1963 66 Personen  und 36 PS
Länge  16,36 m Breite  3,37 m Tiefgang 0,99 m
 
Motorfahrgastschiff "Deutschland"


Dieses Fahrzeug wurde für Rudolf Schmidt Kriebstein in
Kalkberge bei Winkler als Personenmotorschiff gebaut.
Leider war das Baujahr nicht mehr zu ermitteln.
Die Techn. Daten:
Länge 19,30 m Breite  3,50 m 50 PS
Trgafähigkeit 25 t oder 164 Personen

Im Mai 1943 wurde es zur Organisation Todt für
den Schwarzmeereinsatz eingezogen. Es erhielt die
Bezeichnung OT 07
Motorfahrgastschiff "Sachsen" ex "Edelweiss" ex "Kurmark"


Das Fahrzeug wurde 1927 in Kalkberge als Motorfahrgastschiff
für die Reederei Winkler gebaut und auf den Namen "Edelweiss"
getauft.

Paß Nr. P 235
Die Techn. Daten:
Tragfähigkeit 24 t  PS 50  zul. Personenzahl 50 Personen
Länge 19,90 m Breite 3,70 m Tiefgang 165 m
In den 1930er Jahren war der Eigentümer Paul David Berlin
und erhielt den Namen "Kurmark".
Im Mai 1937 ist der Eigentümer Georg Boas Helle/S.
1939 wurde das Fahrzeug aufgelegt und im Dezember 1945
wieder in Fahrt gebracht.
Im Mai 1959 ist der Eigentümer der Rat des Kreises Hainichen
und erhielt den Namen "Sachsen".

Nach umfangreicher Rekonstruktion in Laubegast 1974
Registrier Nr. 3-141 alt  P235 neu
Techn. Daten:
Tragfähigkeit 38,80 t  oder 79 Personen PS 90



Aber auch so etwas gab es auf der Talsperre Kriebstein.
Ex "Newa" kam als "Kriebstein" auf die Talsperre.

In einer Bestandsentwicklungskonzeption des
VEB (K) Naherholung Talsperre Kriebstein der Abt.
Fahrgastschiffahrt vom 30.12.1980
Man war der Meinung, diese Schiffe mit "geringfügigen
Umbauten Motor und Schraube" auf der Talsperre Kriebstein
zum Einsatz bringen zu können.
Weit gefehlt, man hätte es vorhersehen müssen, daß solche
Fahrzeuge in einem Erholungsgebiet nichts zu suchen haben.
Aber was Genossen beschließen war nun mal Gesetz.
Auch wenn es ökonomischer Blödsinn war.
Auch aus technischer Sicht gesehen war der Einsatz
solcher Fahrzeuge auf der Elbe nicht machbar,
das wußten die Genossen, aber auch erst im Nachhinein,
und Fachleute wurden und werden ja nicht gefragt.


Quelle: Wolfgang Albert sein Bruder Thoams Albert
          gestattet mir diese Veröffentlichung des Fotos
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