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Fähren Siebeneichen - Kaditz

Fähre Scharfenberg - Sörnewitz Km 76,2

Älteste Nachricht 1540

Wie bei allen Elbfurten,so gab es sicherlich auch in Scharfenberg schon in früher Zeit, eine Elbquerung.
Im 12.Jahrhundert, so sagt die Chronik, soll sich eine an dieser Stelle befunden haben.
Verläßliche Daten sind über die letzten Hundert Jahre zu finden.
Fritz König in Scharfenberg war "der letzte seines Standes" an dieser Stelle.
Adolf König betrieb im 19.Jahrhundert die Fähre in Scharfenberg. Danach übernahm sein Sohn Otto die Fähre. Alwin König betrieb die Fähre von 1936 bis 1957. Dessen Sohn Fritz wurde 1950 Fährmann bei seinem Vater. Von diesem Übernahm Fritz die Fähre 1957 als Fährmeister bis zur Stillegung.
Damit wurde die Fähre bis auf eine kurze Unterbrechung weit über hundert Jahre von der Familie König betrieben.
Bis 1910 gab es hier noch eine Wagenfähre. Diese war an einem ca 200 Meter langen Seil am Brockwitzer Ufer befestigt.
Anfangs,
so bis 1925, erfolgte der Fährbetrieb mit einer Schaluppe die von mehreren Personen gestakt werden musste. Bei günstigem Wind konnte diese mit einem Segel bestückt werden.
1925 konnte die erste Motorfähre in Betrieb genommen werden.
Das war ein Segen für die bis dahin geplagten Fährmänner.
1943 wurde das zweite Fährboot mit Namen "Scharfenberg" gebaut. Die Baukosten betrugen 3 000 Reichsmark. Dieses Boot hatte 25 PS war 13,20 m lang und konnte 32 Personen transportieren.
1966 kam das Boot "Silberpfeil" zum Einsatz. Dieses Boot hat eine Länge von 14,00 m mit 37,5 PS und konnte 45 Personen aufnehmen.
Vieles gäbe es noch zu berichten,doch das würde den Rahmen des Möglichen sprengen.

Quelle: Fährmeister Fritz König Scharfenberg

Einen Dank an Fritz König und seine Frau werde ich mir jedoch noch gestatten. Das über diese Fähre noch so viele Daten vorhanden sind,ist Fritz König zu danken.


" Eyd " des Fährmanns zu Wildberg  " als Beygleitseinnehmer " 1819

Ich ,Johann Gottfried König,schwöre hiermit zu Gott dem allmächtigen und Allwißenden diesen feyerlichen Eyd und verspreche,daß nachdem ich zum Beygleits-Einnehmer in Niederwildberg angenommen worden,ich mich dieser Function sofort gebührend unterziehen,des Kgl.Gleits Interesse stets vor Augen haben und wahrnehmen, auch möglichst befördern,mich nach den hierunter vorhandenen gesetzlichen Verordnungen und besonders der Gleits Rolle, auch anderen Mandaten und Befehlen stracklich richten, von den Passanten Niemanden zur Ungebühr beschweren oder ihnen ein mehreres abfordern,Alles,ehe ich Gleitszettel verfertig oder austheile,in mein Manual eintragen und das erhobene Geld von Quartal zu Quartal zusammenhalten,in ordentliche Register oder Rechnungen bringen,selbige dann nebst den eingenommenen Geldern nach abzug meiner Tantieme zur rechten Zeit in die Haupt - Gleits - Einnahme  Meißen richtig abliefern und davon bey Vermeydung der in der erneuerten und geschärften Verordnung (1705 u. 1767) vom anvertrauten Guthe und deren Erl.Mandate mireben vorgelesen worden,geordneten Strafen etwas in meinen Nutzen nicht verwenden oder veruntreuen will,sondern mit den mir nachgelassenen Einnehmergebührenzufrieden seyn,was ich für meine Person bey Contraventionsfällen abzuthun nicht im Stande,im Hauptgleite Meißen zur weiteren Verfügung anzeigen,auchmich überhaupt durchgängig als redlicher und gewissenhafter Beygleits - Einnehmer verhalten will.
So wahr mir Gott helfe durch Jesum Christum,Amen!

(Hauptsteueramt Meißen Nr.6)






 



An Fährgefäßen waren folgende Fahrzeuge vorhanden:


Motorfähre "Hansa"                    Paß Nr. (11 M 71 - 83 alt) 15 M 31 - 64 neu
Eichbezeichnung                                
Baujahr/Ort                                         1928 Berlin
Bauart                                                 Stahl m.runder Kimm u.Balkenkiel
Zugel.f.                                                50 Personen
Antriebsmasch.                                     2 Zyl.Junkers Diesel
Typ                                                      2 HK 65
Leistung                                               20 PS bei 1200 U/min.

Motorschal. "Scharfenberg"              
Paß Nr. (11 M 71 - 82 alt) 15 M 21 - 65 neu  (31-65 ?)
Eichbezeichnung                                  
E.Dn.412 v. 21.06.1958
Baujahr/Ort                                          1943 Pöche Zehren
Bauart                                                  Komposit m.stähl.Boden offen
Zugel.f.                                                45 Personen
Antriebsmasch.                                     1 Zyl.Junker Diesel
Typ                                                      1 HK 65
Leistung                                                10,0 Ps bei 1200 U/min.

Handkahn Nr. 1
                                 Paß Nr. 15 M 21 - 226
Eichbzeichnung                                      E.Dn. 587 v. 11.09.1961
Baujahr/Ort                                           1961 Pöche Zehren
Bauart                                                   Holz m.stähl.Querstreben
Zugel.f.                                                 12 Personen  

Motorfähre "Silberpfeil"
                     Paß Nr. 15 B 21-104
Baujahr/Ort                                           1966 in Laubegast
Leistung                                                37,5 PSe
Zugel.f.                                                 45 Personen
Typ                                                       3 NZD9-12    1500U/min.

  

Die Verleihungsurkunde für eine Wagenfähre in Scharfenberg vom 16.März 1875

Quelle: Hst.A. 13497 Min.d.Inneren Nr. 13501

Fähranleger Scharfenberg aus der Sicht von Brockwitz gesehen. Bei Hochwasser fuhren die Königs über die Wiesen anfangs bis zur Gaststätte "Dampfschiff" und später bis zum Steinbruch um ihre Fahrgäste dort absetzen zu können.
Ein Service den es heute nicht mehr gibt, leider.

Foto:
Sammlung Fritz König Scharfenberg

Alwin König mit Klein - Fritz König als Steuermann.

Foto:
Sammlung Fritz König Scharfenberg

Auch an der Fähre Scharfenberg wurden früher die Fahrgäste vom Dampfschiff abgeholt. Aber eben nur "früher", aber da war ja alles schlechter.

Foto:
Sammlung Fritz König Scharfenberg



Die Fähre "Scharfenberg I"  bei Eisgang

Foto:
Sammlung Fritz König Scharfenberg


Fritz König vor seinem "Silberpfeil" um 1980.


Foto:
Sammlung Fritz König Scharfenberg

Fritz König so wie wir ihn kannten.

Foto: K.Stein Dresden
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